Cookie hatte vor einiger Zeit etwas Probleme und lahmte vorne leicht. Selbstverständlich ließ ihr Frauchen das von ihrem TA abklären. Erst hieß es Verdacht auf Knochenhautentzündung, was sich zum Glück nicht bestätigte. Eine kurze Zeitlang kam und ging das Hinken und Cookie wurde geröngt, um eine OCD auszuschließen. Leider konnte aufgrund der Röntgenaufnahmen kein eindeutiger Befund festgestellt werden,  aber aufgrund der Schonung durch ihre Familie und durch Medikamente verschwanden die Beschwerden wieder. 

Jedenfalls waren wir auf der CACIB in Kassel und dort waren auch Hundemenschen mit einer Halbschwester von Cookie (gleiche Mutter) und die Züchterin. Obwohl sie versucht hatte die Züchterin zu kontaktieren und auch via eMail Kontakt mit den Besitzern der Halbschwester aufgenommen hatte, hatte ihr bis dato niemand erzählt, dass im Wurf der Halbgeschwister bereits zwei OCD-Fälle aufgetreten waren. Ihr könnt euch nun denken, dass ihr Frauchen mehr als geschockt war. Schließlich hatte sie über ein halbes Jahr recherchiert, bis sie eine geeignete Züchterin gefunden hatte. Darüber hinaus war sie sehr enttäuscht, dass man sie nicht auf die bereits vorhandene OCD der Halbgeschwister schon bei der Welpensuche hingewiesen hatte. Schließlich sollte Cookie evtl. mal zur Zucht eingesetzt werden und das hatte sie der Züchterin auch mitgeteilt.

Wie dem auch sei, gleich am Montag danach fuhr sie mit Cookie zu einem Spezialisten und ließ sie röntgen! Es kam wie es kommen musste, Cookie hatte beidseitig OCD!! Daher kam wohl auch das Hinken. Zum Glück hatte ihre Besitzerin sie gleich geschont und deshalb hatte sich noch keine Gelenkmaus gebildet und auch sonst schien die OCD noch nicht so ausgeprägt zu sein.

Cookie wird vorerst nicht operiert, sondern es wurden die Fütterung umgestellt und ihr Leinenzwang beim Spazierengehen verordnet. Darüber hinaus bekommt sie Vermiculite D6 und Canosan. Wir hoffen nun alle, dass Cook's OCD ohne OP in den Griff zu bekommen ist.

Jetzt ist es so, dass ich mit der Gesundheit meiner Molosser nicht immer Glück hatte, aber Glück hatte ich wohl mit meinen Züchtern. Das ist bei meinem Patenhund leider nicht der Fall. War ich es gewohnt, meine Züchter zu erreichen und um Rat zu fragen, den ich auch bekam, erwies sich das bei Cookie's Züchterin mehr als schwer. Sie war so gut wie nie zu erreichen und antwortete auch nur bedingt auf eMails. Bekam ich von meinen Züchtern anstandslos Ersatz bei Krankheiten, die erblich bedingt waren, erhielt Cookie's Besitzerin erstmal nur eine Schuldzuweisung, dass sie ja selbst schuld an der OCD sei! Aufzucht und Haltung und der hügelige Garten seien schuld daran! Kein Nachfragen, kein ordentliches Gespräch - dabei macht die Züchterin groß Werbung auf ihrer HP, den Welpenkäufern auch nach dem Kauf mit Rat und Tat beiseite zu stehen!

Ich selbst verstehe diese Schuldzuweisung überhaupt nicht, da man doch heutzutage weiß, dass HD, ED, OCD, usw. in erster Linie erblich bedingt sind. Hätte da die Züchterin nicht die Mutterhündin nach dem ersten Wurf aus der Zucht nehmen müssen? Oder diese zumindestens auf ED und OCD untersuchen lassen müssen? Ich meine - ja! Zum Wohle der Hunde, der Rasse und auch der Welpenkäufer!

                 

Cookie wurde nun doch operiert, da sie wieder lahmte. Die ganze Geschichte könnt Ihr auf ihrer Hompage nachlesen:

www.setterjuwel.de